Ein Vorausblick auf meinen nächsten Online-Vortrag beim Reservistenverband in Bonn: Analyse der Rolle und Positionierung der USA unter Trump II


(Bildnachweis: © Marcel Terrani, politischer Illustrator, Köln)

Politikwissenschaftler Dr. Sascha Arnautović

Am 30. April 2026 (Do.) bin ich als freier Referent und USA-Experte abends wieder im bildungspolitischen Einsatz in der Bundesgeschäftsstelle Bonn des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. (kurz: VdRBw). Im Rahmen der „Persönlichkeitsbildung“ bei der Bundeswehr für das Jahr 2026 im Bereich der politischen Bildung bediene ich diesmal ein Thema von insgesamt acht Themen zum ersten Themenkomplex „Europa und die Bedrohung durch Russland“ gemäß der Weisung des Bundesministeriums der Verteidigung (kurz: BMVg), welches ich noch ein wenig erweitert habe, als da wäre: „Die Rolle und Positionierung der USA unter Trump II angesichts einer Welt im Umbruch“. Dafür habe ich folgende 4-teilige Vortragsgliederung vorgesehen:

  1. Themeneinführung: Donald Trumps Wahlversprechen, die politische Realität und das grenzenlose Machtstreben eines Narzissten

  2. Trumps Gesetze der Macht am Beispiel des Iran-Kriegs und der Flirt mit der Inbesitznahme Kubas

  3. Trump und die Konturen einer neuen Weltordnung: Amerikas außenpolitische Neuausrichtung und die Neuverteilung von Macht und Einfluss

  4. Schlussbetrachtung: Donald Trumps „America first“-Politik und die Folgen für die Machtverteilung – ein Prüfstein für „EU-Europa“

Mehr zum Inhalt des Vortrages habe ich im Folgenden – im Sinne einer Kurzbeschreibung (Umfang: 344 Wörter) – zusammengetragen:

Keine Frage: Es ist nicht nur ein Gefühl, sondern durchaus auch wissenschaftlich erwiesen, dass die heutige Welt sprichwörtlich aus den Fugen geraten ist und sich im Umbruch befindet. Zwangsläufig löst diese Gewissheit Ängste und Sorgen bei den Menschen aus. Doch wir dürfen die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht verlieren. Gleichwohl müssen wir nüchtern zur Kenntnis nehmen, dass die USA unter Trump 2.0 in eine zunehmend problematische Richtung steuern, da der 47. Präsident der Vereinigten Staaten im zweiten Amtsjahr deutlich erkennen lässt, dass er mit dem eigenen Wahlversprechen, keine neuen Kriege beginnen zu wollen, endgültig bricht. Es stellt sich in diesem Zusammenhang unweigerlich die Frage nach dem Grund für den Kurswechsel Trumps.

Es hat den Anschein, als hätte der US-Präsident Gefallen an dem Gedanken gefunden, seine Machtfülle auszureizen und einem amerikanischen Großmachtgebaren zu frönen, das nur noch nach dem Prinzip der „Macht des Stärkeren“ unter Einschluss der Maxime „Teile und herrsche!“ verfährt. Dafür ist Donald J. Trump offensichtlich bereit, mit allen Mitteln zu kämpfen. Selbstverständlich läuft er dabei Gefahr, die Grenzen seiner Macht zu überschreiten, wie wir jüngst am Beispiel Iran unschwer erkennen konnten. Mitnichten geht nämlich sein Plan auf, dass Mullah-Regime in Teheran innerhalb kürzester Zeit militärisch in die Knie zu zwingen. Dennoch scheint er entschlossener denn je zu sein. Beflügelt von der vermeintlich genialen Idee mit der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu Beginn des Jahres 2026 strebt Trump nach Ansprüchen auf Grönland, Kanada und den Panamakanal nun auch noch die „Übernahme“ Kubas an, dem Inselstaat im Karibischen Meer, der wirtschaftlich am Boden liegt.

Ganz offenkundig plant der US-Präsident, die Vereinigten Staaten neu auszurichten und die Welt neu aufzuteilen. Es spricht viel dafür, dass Trump von einer künftigen Machtverteilung zwischen den USA, Russland und China ausgeht. Europa hingegen dürfte dabei das Nachsehen haben. Auch die Ukraine dürfte dem Ganzen zum Opfer fallen. Angesichts dessen gilt es, die Lage neu zu bewerten: Brüssel, Berlin und die anderen europäischen Hauptstädte würden gut daran tun, die Zeichen der Zeit zu erkennen und die notwendigen Schlussfolgerungen aus diesen Entwicklungen zu ziehen, bevor das böse Erwachen kommt.

Die wesentlichen Erkenntnisse aus diesem Vortrag werde ich im Nachgang des Online-Events auf dieser Website im Blogbereich in der Kategorie „Allgemein“ abbilden.

Ich freue mich schon sehr auf diesen USA-bezogenen Vortrag im Rahmen der Online-Vortragsreihe „Der Westen im Fokus – Entwicklungen und Herausforderungen in den transatlantischen (Sicherheits-)Beziehungen im 21. Jahrhundert“ und auf die Fragen der Teilnehmenden vor den Bildschirmen!

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