
(Bildnachweis: © Foto von Matej Pribanic auf Unsplash)
Auch wenn es nun nicht mehr ganz so aktuell ist, möchte ich in diesem Blogpost die Gelegenheit ergreifen, um ein wenig Werbung für meinen neuesten Beitrag zu Bosnien und Herzegowina zu machen, den ich unter folgender Fragestellung – im Umfang von vier Seiten – zu beantworten versucht habe: Ist Fortschritt trotz Republika Srpska (RS) möglich?
So habe ich mir zum Ziel des Beitrages gesetzt, Bosniens innere Verfasstheit auf den Prüfstand zu stellen und daraus meine Schlüsse zu ziehen – gesagt, getan!
Die Lage des kleinen Balkanstaates ist aktuell nicht wirklich zufriedenstellend, weil ich das Land zwischen einerseits Fortschritt, andererseits Stagnation sehe. Gerade die Auseinandersetzung mit den politischen Vertretern der RS ist langwierig, komplex und kräftezehrend, aber auch unbedingt notwendig, damit Bosnien endlich den Weg in Richtung Brüssel bzw. Europäischer Union (EU) findet. Erst dann könnte ein positiver Wandel Realität werden.
Milorad Dodik ist und bleibt derjenige, der maßgeblich für die schwierige Lage in Bosnien-Herzegowina verantwortlich ist, auch wenn er in der Zwischenzeit als RS-Präsident abtreten und damit ins zweite Glied zurücktreten musste. Den Anspruch auf den Vorsitz der Partei „Bund der unabhängigen Sozialdemokraten“ (kurz: SNSD) erhebt er dennoch. Auch wenn er nicht mehr in der ersten Reihe steht, möchte er zumindest als Strippenzieher hinter den Kulissen weiterhin sein Unwesen treiben. Trotz des Widerstandes von Dodik ist es eine Tatsache, dass die Vorherrschaft seiner Partei nicht mehr länger besteht. Das „System Dodik“ ist mittlerweile fehleranfällig geworden, eine Rückkehr zu alten Zeiten kaum mehr vorstellbar. Der Mythos der Unbesiegbarkeit bei Wahlen ist damit endgültig Geschichte!
Diese Entwicklung könnte eine Chance für Bosnien sein, aus der Stagnation endlich herauszukommen und sich Brüssel bzw. der EU immer stärker anzunähern. Sollte dieses Unterfangen gelingen, wäre eine EU-Mitgliedschaft Bosniens in absehbarer Zeit nicht ganz unrealistisch. Dem Land und seiner Bevölkerung wäre das wirklich zu wünschen. Am 4. Oktober dieses Jahres weiß man aufgrund der dann stattfindenden Wahlen mehr – es bleibt somit weiterhin spannend. Ein Hauch von Hoffnung liegt in der Luft: Es besteht die Chance auf ein neu zusammengesetztes zentrales Parlament, eine vielleicht veränderte Zusammensetzung der 3-köpfigen Präsidentschaft des Landes und eine eventuell neue Zusammensetzung der Mitglieder der jeweiligen Parlamente beider Entitäten, was dann hoffentlich für den notwendigen Schwung sorgt, um endlich Fortschritte in der Sache erzielen zu können.
Sollte ich ihr Interesse an meiner Bosnien-Publikation geweckt haben, würde ich mich freuen, wenn Sie sich um den Erhalt der Ausgabe 1/2026 (13. Jg., H. 21) des Magazins „Liberale Perspektiven – Zeitschrift für Gesellschaft und Moderne“ bemühen würden. Am einfachsten wäre es sicherlich für Sie, sich die Online-Ausgabe zu sichern. Alle Ausgaben stehen unter https://liberale-akademiker.de/magazin-liberale-perspektiven/ zur Verfügung. Die Bestellung eines Einzelheftes kostet 4,90 Euro (zzgl. Versandkosten). Das Ganze erfolgt dann per Rechnung. Die ISSN lautet: 2193-7133. Alle Ausgaben der „Liberalen Perspektiven“ können Sie als Einzelhefte bestellen.
Vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Veröffentlichung, die den Titel „Bosniens innere Verfasstheit auf dem Prüfstand: Ist Fortschritt trotz Republika Srpska möglich?“ trägt. Den besagten Beitrag finden Sie in „Liberale Perspektiven“ in der bereits erwähnten Ausgabe auf den Seiten 11 bis 14. Gerne können Sie mir neben zustimmenden Worten dazu auch kritisches Feedback unter sascha@cs-arnautovic.de zukommen lassen. Schließlich habe ich die Weisheit nicht gepachtet – auch als Politikwissenschaftler nicht. Kurzum: Ich freue mich über jeglichen konstruktiven Austausch mit Ihnen!
