Unser Weckruf in der „Frankfurter Rundschau“: „Selbst verschuldete Unmündigkeit“ – wir warnen vor Donald Trump und großer „German Angst“

Zur Einführung: Europa steht mit dem Rücken zur Wand, die europäisch-amerikanischen Beziehungen unter Trump 2.0 könnten schon bald Geschichte sein. Die Quintessenz unserer Überlegungen daraus: „German Angst“ und Europas Zögerlichkeit sollten endgültig abgelegt werden.

Drs. Siebo M. H. Janssen M. A.
Dr. phil. Sascha Arnautović

Wir, das sind Politikwissenschaftler und Historiker Siebo M. H. Janssen (Bonn) und ich, also Politikwissenschaftler Sascha Arnautović (Brühl/Rheinland). Am 2. Mai 2026 konnten wir in der Onlineausgabe der „Frankfurter Rundschau“ (kurz: FR) einen kritischen Beitrag mit dem Titel „‚Selbst verschuldete Unmündigkeit‘: Experten warnen vor Trump und großer ‚German Angst‘“ platzieren.

Der vollständige Beitrag zum Nachlesen ist unter folgendem FR-Link abrufbar: https://www.fr.de/meinung/gastbeitraege/unmuendigkeit-politologen-warnen-vor-trump-und-grosser-german-angst-94288414.html.

Darüber hinaus bringen wir auch unsere eigene Zunft, sprich die Politikwissenschaft, in unserem Beitrag ins Spiel, weil wir der Meinung sind, dass unsere Disziplin selbstbewusster unterwegs sein und nicht anderen Disziplinen wie der Wirtschaftswissenschaft einfach das Feld überlassen sollte, die dann die Meinungsführerschaft in den Medien übernehmen. Es ist in Zeiten grundlegender geopolitischer und wirtschaftlicher Umbrüche in Deutschland, Europa und weltweit unbedingt anzuraten, mutig Gesicht zu zeigen und die Dinge beim Namen zu nennen. Falsche Zurückhaltung ist jedenfalls kein Option! Auch muss die Wissenschaft verstehen, dass sie unbedingt aus dem Elfenbeinturm hinabsteigen sollte, damit sie nicht nur unter sich bleibt, sondern auch die breite Öffentlichkeit inkludiert und dadurch insgesamt relevanter wird im Sinne einer Gesellschaftswissenschaft. Die deutsche Politikwissenschaft mit ihrer Tradition als Demokratiewissenschaft trägt dafür eine besondere Verantwortung. Einerseits besitzt sie hohen analytischen Mehrwert, andererseits kann sie im Kontext der großen politischen Debatten und bei der Einordnung und Begleitung von herausfordernden Veränderungsprozessen unserer Zeit ihre sonstigen Stärken zeigen.

(Bildnachweis: Foto von Natilyn Hicks Photography auf Unsplash)

Ferner sehen wir in Europas „strategischer Autonomie“ die Antwort auf die Herausforderung Trump für die transatlantischen Beziehungen, die gegebenenfalls – je nach weiterer Entwicklung – nicht mehr zu retten sind. Und was dann? Dann ist es umso wichtiger, aus vergangenen Fehlern zu lernen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Tatsache ist: „German Angst“ und europäische Zögerlichkeit brauchen wir nicht mehr. Wir müssen dieses Kapitel abschließen. Was wir brauchen, ist Mut und Entschlossenheit, denn nur so wird unser Kontinent die Stürme der heutigen Zeit und der Weltpolitik überstehen.

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